„Digitale Edition – Grundlagen“, 2.-5.10.2017 in Wien

Die Quellenerschließung gehört zu den zentralen Aufgaben der geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Moderne Informationstechnologie und der gegenwärtige Medienwandel wirken sich nicht nur auf die Zugänglichkeit und Sichtbarkeit von Editionen aus, sie verändern auch die methodische Herangehensweise für die kritische Aufbereitung von Quellenmaterial. Theoretische und praktische Grundkenntnisse zu aktuellen Methoden der Textkodierung geben einen Einblick in die Möglichkeiten der digitalen Editorik und bilden die Grundlage um über die Grenzen der gedruckten Edition hinauszugehen.

        

Im Rahmen des FWF-Projektes “Die Medialität diplomatischer Kommunikation (17. Jahrhundert)” (P 30091), das vom Institut für Geschichte der Universität Salzburg in Kooperation mit dem Zentrum für Informationsmodellierung (ZIM) der Universität Graz durchgeführt wird, richtet das Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) mit der freundlichen Unterstützung des Instituts für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung (INZ) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien eine Summer School zur Digitalen Edition für AnfängerInnen aus.

Neben einem allgemeinen Einblick in den gegenwärtigen Entwicklungsstand digitaler Editionen werden Grundkenntnisse der X-Technologien vermittelt und einführende Lehreinheiten zum Umgang und den Themen der Text Encoding Initiative (TEI), dem internationalen Standard zur Kodierung von Textmaterial, geboten. Die School richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen aus allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen, die offen für den Einsatz von digitalen Verfahren in ihrem jeweiligen Fachgebiet sind. Technisches Vorwissen außer allgemeiner Computer-Literacy ist nicht notwendig.

Die Kurse des IDE zeichnen sich durch einen hohen Betreuungseinsatz aus. Die einzelnen Lehrinhalte werden über Vorträge und intensiv betreute praktische Übungen vermittelt. Es ist erwünscht, dass die TeilnehmerInnen das gewonnene Wissen an ihren eigenen Quellen erproben. Voraussetzung für die Teilnahme ist es also, Material für ein eigenes – gerne auch kleines – Editionsprojekt mitzubringen.

 

Die School findet 2.-4. Oktober 2017 in den Räumlichkeiten des INZ in Wien statt.

Wenn Sie an der Teilnahme Interesse haben, schicken Sie uns bitte eine Mail an schools@i-d-e.de und geben uns kurze Informationen zu Ihrer Person und zu Ihrem Editionsprojekt (ca. 1 Seite).

Die TeilnehmerInnen werden gewöhnlich nach Reihenfolge des Eingangs der Bewerbung ausgewählt. Ein Kontingent ist für MitarbeiterInnen des Projekts und des INZ reserviert. Sie erhalten endgültige Nachricht über Ihre Teilnahme bis zum 08. September 2017.

Vorläufiges Programm:

(jeweils 9-18 Uhr)

Montag 02. Oktober 2017

Einführung Digitale Edition, XML, TEI

Digitale Edition – Grundlagen und Workflow
Textkodierung mit XML
TEI – Einführung
Übung: XML/TEI

Abendvortrag

Dienstag 03. Oktober 2017

TEI-Vertiefung I

TEI-Vertiefung 1: Metadaten, Text und Transkription:
TEI-Vertiefung 2: <text> und Transkription; Text und Bild
TEI-Vertiefung 2: <text> und Transkription; Text und Bild
Benutzung der TEI-Guidelines/DTA-Basisformat

Mittwoch 04. Oktober 2017

TEI-Vertiefung II & Qualitätskriterien

TEI Customization
TEI-Vertiefung 3: Namen, Orte, Personen
TEI-Vertiefung 4: genrespezifische Kodierungen (correspSearch, msDesc)
Evaluationskriterien Digitaler Editionen

Donnerstag 05. Oktober 2017

Werkzeuge

Textnavigation mit XPath
Werkzeuge zur Textpublikation: Einführung in den XSLT/HTML Workflow, Hosting

ReferentInnen:

  • Peter Andorfer
  • Roman Bleier
  • Stefan Dumont
  • Carina Koch
  • Daniel Schopper
  • Georg Vogeler