Frederike NeuberFrederike Neuber ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Digital Humanities-Arbeitsgruppe TELOTA der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dort u.a. für die digitale Konzeption und Entwicklung der Jean Paul-Briefedition zuständig. Nebenbei promoviert sie an den Universitäten Graz und Köln (seit 2014/15).

Stationen in den Digital Humanities

Frederike hörte das erste Mal von (digitalen) Editionen und den Digital Humanities als sie 2011 an der Bibliotheca Hertziana in Rom ein dreimonatiges Praktikum u.a. im Bereich der Rara-Digitalisierung absolvierte. Zurück in Berlin war sie von 2012 bis 2014 als studentische Mitarbeiterin an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) tätig, wo sie u.a. an der Umsetzung verschiedener Editionsprojekte bei der TELOTA-Initiative und im Deutschen Textarchiv (CLARIN-D Kurationsprojekt) beteiligt war. 2014 zog sie nach Österreich, um dort ein dreijähriges Fellowship im Rahmen des Marie Curie Netzwerks DiXiT am Zentrum für Informationsmodellierung der Universität Graz anzutreten. 2016 verbrachte sie 5 Monate als Gastwissenschaftlerin am Department for Digital Humanities am King’s College in London.

Seit Juni 2017 ist Frederike als wissenschaftliche Mitarbeiterin zurück bei TELOTA an der BBAW und ist dort im Bereich der Entwicklung digitaler Editionen (Datenmodellierung, Front-End, Back-End) tätig.

Universitäres

In ihrer Doktorarbeit untersucht Frederike Möglichkeiten der digitalen Modellierung und Erschließung von Typografie. In diesem Zusammenhang bereitet sie ein Korpus lyrischer Werke des Autors Stefan George als digitale Edition auf. Frederikes fachlicher Hintergrund ist die ‚traditionelle Schule’ der germanistischen Editorik. Sie absolvierte den Master „Editionswissenschaft“ an der Freien Universität Berlin und schloss diesen 2014 mit einer historisch-kritischen Briefedition (s.u.) ab. Sie hat einen Bachelor in Italianistik, Kunstgeschichte und Geschichte (FU Berlin und Università degli Studi Roma Tre).

Aktivitäten und Interessen

Zusammen mit Ulrike Henny-Krahmer treibt Frederike die Aktivitäten des IDEs zum Thema „Digital Text Collections“ voran (Kriterienkatalog, Editorial der ersten RIDE-Ausgabe zum Thema). Sie ist außerdem Gründungsmitglied der Kommission für Editionswissenschaft und Digital Humanities der Arbeitgemeinschaft Germanistische Edition.

Veröffentlichungen in Auswahl

  • Edition   |   Fanny Lewald an Herrmann Hettner. Briefe aus den Jahren 1847-1857, ediert und kommentiert von Frederike Neuber. Opera minora editorica. Editorische Beiträge zur Kulturwissenschaft (Berliner Beiträge zur Editionswissenschaft). Hrsg. v. Jörg Jungmayr und Marcus Schotte. Berlin 2017. S. 165-254.
  • Edition   |   Jean Paul – Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). URL: http://jeanpaul-edition.de.
  • Artikel   |   Typografie und Varianz in Stefan Georges Werk. Konzeptionelle Überlegungen zu einer ,typografiekritischen‘ Edition. Editio. Hrsg. v. Rüdiger Nutt-Kofoth und Bodo Plachta. Berlin/Boston: De Gruyter 2017.
  • Zeitschrift   |   Digital Text Collections (RIDE 6 u. 8). Hrsg. v. Ulrike Henny-Krahmer und Frederike Neuber. 2017 u 2018. URL: https://ride.i-d-e.de/issue-6/ und https://ride.i-d-e.de/issue-8/
  • Sammelband   |   Digital Scholarly Editions as Interfaces. Hrsg. v. Roman Bleier, Martina Bürgermeister, Helmut Klug, Frederike Neuber und Gerlinde Schneider. [erscheint 2018 in der SIDE-Reihe]

 

E-Mail: <neuber AT bbaw DOT de>