Autumn School “Digitale Editionen – Methoden und Technologien für Fortgeschrittene” 8. – 12. Oktober 2012

June 1, 2012

Die Kritische Digitale Edition ist ein zentrales Feld des Einsatzes moderner Computertechnologien in den Geisteswissenschaften. In den letzten Jahrzehnten hat sich dazu bereits eine umfassende Methodologie herausgebildet. Die technische Basis bilden Text-Auszeichnungssprachen und hier vor allem der de-facto-Standard der Text Encoding Initiative (TEI). Diese Technologien (XML und co) und Praktiken (TEI) werden ansatzweise auch schon in der universitären Lehre vermittelt. In spezieller Ausrichtung auf die Bedürfnisse der edierenden Geistenswissenschaften bemüht sich das IDE seit 2008 um die Verbreitung dieser Kenntnisse in regelmäßigen außercurricularen Veranstaltungen (Summer Schools). Für die erfolgreiche Umsetzung einer digitalen Edition sind jedoch nicht nur Kenntnisse zur sachgerechten Kodierung der Textbasis nötig. Deshalb richtet das IDE in unregelmäßigen Abständen auch Veranstaltungen für fortgeschrittene Teilnehmer aus.

Die Veranstaltung hat vier Schwerpunkte: Erstens beschäftigt sie sich mit der Erstellung digitaler Texte. Sie vertieft die Kenntnisse der TEI und aktuelle Diskussionen in und um die TEI. Zweitens vermittelt sie nötiges Wissen für das Suchen in und die Weiterverarbeitung von Dokumenten, die mit Hilfe der TEI strukturiert wurden, sowie die Fähigkeit, jene in unterschiedliche Ausgabeformate zu transformieren. Drittens stellt sie Werkzeuge vor, welche das Potential digitalen Edierens zeigen, wie z.B. Software zur automatischen Kollation. Viertens führt die Veranstaltung in die Benutzung von Software und Frameworks zur Publikation der Digitalen Edition im Internet ein.

Die Veranstaltung richtet sich also an Wissenschaftler, welche digitale Methoden in einem konkreten Editionsprojekt einsetzen und erste Kenntnisse in der Kodierung der Texte mit TEI besitzen (z.B. durch die Teilnahme an einem Anfängerkurs „Digitale Edition“ des IDE oder durch eigene praktische Arbeit), welche aber weiter gehende Kenntnisse erwerben wollen, um mit ihren Daten effizienter umgehen zu können, und sich in den Strategien zur Publikation Digitaler Editionen orientieren wollen.

In der Veranstaltung können die Teilnehmer unter Betreuung von Tutoren den theoretischen Lernstoff an den von ihnen mitgebrachten Projekten praktisch einüben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen damit befähigt, komplexe Editionsvorhaben sicher im TEI-Standard zu kodieren, Stylesheets für eine einfache Webpräsentation zu schreiben, welche Text, Bilder und Register darstellt, sowie mit Fachleuten kompetent über die Umsetzung einer komplexeren Anwendung (mit Hilfe von existierenden oder noch zu entwickeln Frameworks) zu verhandeln.

Die Veranstaltung vom 8.-12.10.2012 wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der TU Chemnitz ausgerichtet. Wir müssen die Teilnehmer leider um einen Kostenbeitrag von 100,- EUR bitten. Wenn Sie sich für den Kurs interessieren, melden Sie sich bitte bei <spring-school@i-d-e.de> mit Angaben zu Ihren Vorkenntnissen und zum inhaltlichen Kontext Ihres Interesses am Kurs an. Die Kapazität des Kurses ist auf 20 Personen beschränkt. Um eine frühzeitige Anmeldung wird deshalb gebeten.

Zum vorläufigen Programm

Nachtrag: Bericht zur Autumn School im AHF-Newsletter 159/2012

2 Responses to Autumn School “Digitale Editionen – Methoden und Technologien für Fortgeschrittene” 8. – 12. Oktober 2012

  1. [...] http://www.i-d-e.de/school1210 This entry was posted in Summer Programs. Bookmark the permalink. ← Call for Papers: The Dynamics of The Medieval Manuscript [...]

  2. [...] W dniach 8-12 października w Chemnitz będzie miała kolejna edycja letnich (właściwie jesiennych) kursów: Digitale Editionen – Methoden und Technologien für Fortgeschrittene (Summer School: Digital Editing Advanced Methods and Technologies). Warsztaty skierowane są do badaczy, którzy pracują nad wydawaniem tekstów i mają podstawowe wiadomości z zakresu edycji cyfrowych. Więcej informacji (w języku niemieckim) można przeczytać na stronie Institut für Dokumentologie und Editorik. [...]